Apfelrotkohl wie von Oma

Meine Finger sind vom Rotkohlschneiden noch ganz blau, aber das Kraut köchelt gerade gemütlich ein, da starte ich schon mal mit dem Rezeptschreiben. Apfelrotkohl verbinde ich mit Sonntagsessen bei Omi, mit Weihnachten bei Oma und mit Aus-dem-Topf-naschen beim Warten auf den Braten. Diese Vorfreude rette ich mir nun also ein paar Tage, denn heute wird eingemacht. Persönlich bin ich der Meinung, dass Rotkohl aufgewärmt nochmal so gut schmeckt. Deshalb empfehle ich, das Kraut am Vortag vorzubereiten oder portionsweise einzukochen, damit es richtig gut durchgezieht.

Als Beilage zur Ente oder zum Braten für 8 Personen nehme ich

1 großen Rotkohl (ca. 1,8 kg), den ich von oben nach unten viertel und den Strunk entferne, indem ich ihn keilförmig mit einem großen Messer rausschneide. Dann schneide ich die Viertel in schmale Streifen.

Hier kommt oft und gern der Hinweis auf die Einmalhandschuhe, damit man sich die Finger und Nägel nicht blau einfärbt. Man kann seine Hände aber auch einfach ordentlich waschen, wenn man fertig ist, und auf den unnötigen Müll verzichten!

Den Kohl in einem großen Topf mit 4 El Zucker und 500 ml Wasser etwa 25 Minuten mit geschlossenem Deckel köcheln. Das Kraut wird weich und sackt dabei etwa um die Hälfte zusammen.

2 Zwiebeln pellen und klein schneiden.
1-2 säuerliche Äpfel nach Geschmack schälen, vierteln und entkernen und in Stückchen schneiden. Zwiebeln in Öl oder Schmalz in einem Topf anschwitzen, den Kohl (ohne Flüssigkeit) dazugeben.

Mit 200 ml Brühe, 3 Lorbeerblättern, Salz, Pfeffer und 4 Nelken würzen. Tipp, damit man auf das Raussammeln nach dem Kochen verzichten kann: ein Tee-Ei für Nelken und Lorbeerblätter nutzen.

3-4 EL dunkles Gelee (z.B. Johannisbeere oder Kirsche) unter den Rotkohl mischen, die Apfelstückchen dazugeben und noch einmal 20 Minuten mit zugedecktem Deckel bei niedriger Temperatur köcheln.

Der Rotkohl ist nun fertig fürs Sonntagsessen oder kann in sterilisierte Gläser abgefüllt werden.

Guten Appetit!