Vorräte auf Reisen…mit dem Rucksack

Das Bild zum Beitrag habe ich geschossen, als ich mit dem Flugzeug innerhalb von Neuseeland unterwegs war – die Tasche hatte ich im Handgepäck und zeigt ungefähr die Dinge, die ich mit der Zeit als meine ständigen Begleiter identifiziert hatte. Die Neuseeländer waren damals nicht so 😉

Ich war 2011 sechs Monate mit zwei Rucksäcken ausgerüstet per Reisebus, Mitfahrgelegenheit und ab und an trampend unterwegs. Viel Platz für „Überflüssiges“ hatte ich also nicht, ich beschränkte mich auf die üblichen Verdächtigen, die ich regelmäßig brauchte. Utensilien wie scharfe Messer waren mir damals wegen der Flugzeugreise einfach zu umständlich, daher habe ich von vornherein auf gut ausgestattete Hostelküchen gehofft – manchmal hatte ich damit auch wirklich Glück, meist aber fand ich ein Sammelsurium an abgewetzten und verwahrlosten Messern und Töpfen an. Trick 17: einen der zahlreich vorhandenen IKEA-Becher umdrehen und das schärfste Messer an der Gusskante wetzen. Sieht komisch aus, funktioniert aber!

Zum harten Kern der Vorräte zähle ich folgende Teile:

  • Dosen- oder Lagergemüse wie Zwiebeln, Knoblauch, Kichererbsen, Süßkartoffeln, rote Bete…
  • Pfeffer, 1-2 Sorten trockene Kräuter, Currypulver, Brühwürfel
  • Reis (in der gefundenen Cadbury-Dose, left-over-boxes sind wie Schatztruhen!) – der hält lange, ist nahrhaft und vielfältig
  • Nudeln aus denselben Gründen wie Reis
  • kleine Flasche Essig (hatte ich gefunden und dann schätzen gelernt)
  • Öl – zum Braten, für Salat, zum Backen …
  • Milchpulver, das lange hält und ergiebig ist

Das war als Grundstock für viele Varianten von Mahlzeiten ausreichend.

Marmelade hatte ich bereits in den ersten Wochen dabei, da ich mein eigenes Brot gebacken habe (daher auch Mehl und Backpulver im Gepäck – mein persönlicher Luxus! Das Brot konnte ich zum Schluss nach Gefühl backen, weil eher selten Messbecher oder gar Waagen zur Hand waren, es wurde mir aber regelmäßig vom Fleck weg getauscht, da das frische Brot seine Reize von ganz alleine ausübte, wenn die Ofentür geöffnet wurde). Im übrigen war mir vollkommen egal, dass ich das typisch deutsche Klischee bedient habe: mein Brot war gut!

Tee und Kaffee gibt es zumeist wie Zucker und Salz in den Hostels – an beides gewöhnt man sich auch mit der Zeit 😉 – genauso wie einige Trockenkräuter, die zur freien Verfügung oder auf dem Reste-Regal stehen; manchmal, und in südeuropäischen Ländern absolut gängig, findet man in Parks frische Kräuter, an denen man sich maßvoll bedienen kann und die herrlich zum Essen der Region passen.

Die Küche im Hostel hat einige Vorteile gegenüber des Kochens beim Camping: in der Regel funktionieren die Herde und Öfen einwandfrei, es gibt allerhand Töpfe, Pfannen, Backformen etc. und man ist nicht auf Gas in der Flasche angewiesen. Zudem gibt es meist genügend Besteck, fließendes Wasser und Teller/ Tassen/ Gläser.

Ans Teilen, abgeben, tauschen und manchmal auch Enge in der Küche gewöhnt man sich so schnell, weil die Küche meist der Mittelpunkt des Geschehens ist und man hier die meisten Menschen kennen lernt. Gemeinsames Kochen und Essen liegt irgendwie nahe und in der Natur des Menschen. Zudem ist es immer spannend, was Reisende aus anderen Ländern kochen 🙂

Gute Reise!

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