Die Idee des Sammelns von Rezepten auf Reisen

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Reisen bedeutet für mich Freiheit – ob mit dem Camper, einem Zelt oder mit Rucksack von Hostel zu Hostel. Freiheit hat manchmal etwas mit Einschränkung zu tun, weil man sich nicht alles leisten kann oder in seinen Mitteln beschränkt ist: zwei Herdplatten ohne Ofen kann eine Herausforderung sein wie auch unbekannte Herde in Hostels oder schlechte Messer in der Hostelküche sowie der wenige Platz, der einem zur Verfügung steht. Man muss sich auf die wirklich nötigen Dinge beschränken. Das gilt für Utensilien wie für Zutaten.

Mein Freund und ich probieren gerne regionale Speisen, lokale Märkte und Supermärkte aus. Man lernt dabei das Land, das man gerade bereist, auf eine ganz neue Art und Weise kennen. Das Einkaufen auf dem Markt ist manchmal eine nette Gelegenheit, Einheimischen mit Händen und Füßen zu erklären, welches Gemüse man in welcher Menge erwerben möchte, in Supermärkten wird man mit unzähligen unbekannten Produkten konfrontiert und bei Lidl in Portugal auch mal mit einem Frisch-Fisch-Stand überrascht – und mit der Langsamkeit der Kassierer, die plötzlich sehr beruhigend wirken kann und nicht enervierend, wenn man sich darauf einlässt und die Freundlichkeit des Gesprächs zwischen Kunden und Kassierer erkennt.

Im letzten Jahr waren wir einige Wochen in Portugal unterwegs und haben uns über günstige Oliven (“Was meint sie denn mit “75”? Das versteh ich nicht. Wie teuer sollen die Oliven sein?! Ach so, 75 Cent. Ach du meine Güte!”), tollen, frischen und ebenso günstigen Fisch, leckeres Gemüse und Obst. Natürlich haben wir uns gern mal im Restaurant mit den einheimischen Gerichten verwöhnen lassen. Das Selberkochen war aber mindestens genauso schön und, da wir vor allem an abgelegenen Orten und Stränden übernachtet haben, eher an der Tagesordnung.

Hier ist die Idee geboren, unsere einfachen und den Gegebenheiten angepassten Rezepte zu sammeln und zu veröffentlichen. Wir hoffen, dass diese Gerichte und Tipps anderen weiterhelfen und die Lust am Kochen schürt – denn wir haben beide in Hostelküchen eine Menge langweilige, eintönige und ungesunde Kost gesehen und denken: “Es geht auch anders!”

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Mario sagt:

    Hey Nina,
    wieder ein toller Beitrag! Genau wie du, finde ich es wichtig, auch auf Reisen lokale Märkte und Läden aufzusuchen und sich seine Speisen selbst zuzubereiten. Da der Artikel – wie auch dein Blog – so wunderschön zu mir als Camper passt, habe ich den Post in meinem weekly reading geteilt, um möglichst viele darauf aufmerksam zu machen. 😉
    Viele Grüße,
    Mario

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